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Vater startet verzweifelten Appell: Letztes Kart von Formel-1-Fahrer Bianchi (†25) gestohlen

Nizza (Frankreich) – Mehr als zehn Jahre ist es her, dass der Formel-1-Rennfahrer Jules Bianchi (†25) nach einem schweren Unfall auf der Strecke verstorben ist. Nun wurde seine Familie Opfer eines schweren Diebstahls – und der emotionale Wert der entwendeten Gegenstände ist immens.

Am Dienstagabend wandte sich Philippe Bianchi, der Vater des verstorbenen Fahrers, mit einem verzweifelten Aufruf an die Öffentlichkeit.

„Liebe Freunde, heute Abend richte ich mich an meine Karting-Community. In der vergangenen Nacht wurden wir Opfer eines Raubüberfalls“, schrieb Bianchi auf Facebook.

„Unverantwortliche Diebe“ hätten insgesamt neun JB17-Forever-Chassis entwendet – diese Karts sind eine Würdigung an Jules Bianchi, dessen Startnummer 17 seit seinem Tod in der Formel 1 nicht mehr vergeben wird.

„Noch schlimmer ist, dass sie auch das letzte Kart von Jules, ein KZ 125 Modell ART GP, sowie die Minikarts meiner Enkel gestohlen haben“, ergänzte der Vater des Rennfahrers.

Für die Familie stellt dieser Verlust eine große emotionale Belastung dar: „Abgesehen vom materiellen Wert der Fahrzeuge trifft uns vor allem der sentimentale Verlust tief.“

Aus diesem Grund appellierte Philippe Bianchi, der nach dem Tod seines Sohnes die Association Jules Bianchi ins Leben gerufen hat, an die Karting-Gemeinschaft, aufmerksam nach weiteren JB17-Karts Ausschau zu halten, die sich möglicherweise im Umlauf befinden.

Jules Bianchi war bis 2006 im Kart-Sport aktiv, ehe er 2007 in die Formel-Rennserien wechselte. Sein Formel-1-Debüt gab er 2013 für das Team Marussia.

Seine vielversprechende Laufbahn wurde jedoch bei einem schweren Unfall beim Großen Preis von Japan am 5. Oktober 2014 abrupt beendet. Der damals 25-Jährige verlor bei gelber Flagge auf nasser Strecke die Kontrolle und prallte gegen ein Bergungsfahrzeug.

Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu, an denen er letztlich am 17. Juli 2015 verstarb.

Die Association Jules Bianchi kooperiert deshalb eng mit dem Krankenhaus in Nizza, in dem Bianchi seine letzten Lebensmonate verbrachte, um Patienten und deren Angehörige bei ähnlichen Schicksalen zu unterstützen.